Als Ghostwriter schreibt der wortkarge Tamás (Nicolas Batthyany) regelmässig Papers für Studentinnen. Der Fremde wohnt abgeschieden und lässt niemanden an sich heran – mit Ausnahme der ambitionierten Assistenzärztin Norika (Jeanne Devos), mit der er öfters die Nächte verbringt. Als Norikas reizende Schwester Annika (Marina Guerrini) ebenso Gefallen an dem mysteriösen Mann findet, wird das stille Liebesverhältnis zu einer fatalen Dreiecksbeziehung. Schon bald sitzt Tamás sprachlos bei der Polizei. Norika ist verschwunden und Tamás unter Verdacht. Er habe die Schwestern auf Schritt und Tritt verfolgt – so Annikas Aussage. Tamás zweifelt an ihrer «Wahrheit» und immer mehr auch an seiner eigenen. Kann es sein, dass er den Schwestern zu nahe kam? Tamás tappt im Dunkeln und merkt, dass es keine Wahrheit zu finden gibt – nur Spuren der Sehnsucht, die die drei miteinander verbindet.

83 Minuten | 2017 | Schweiz |

DCP | 1:1.85 | FARBE | 5.1 |

Englisch / Deutsch mit deutschen Untertiteln

  • w-facebook
  • White Instagram Icon
  • IMDb

© 2018  / bildroehre.ch

„Strangers“ ist eine Liebeserklärung an den Film Noir und seine melancholischen Anti-Helden

Als unabhängige CH-Produktion wurde "Strangers" mit wenigen Mitteln und viel kreativer Autonomie, Spontanität und Offenheit gedreht. Schreiben, Drehen und Schneiden geschahen parallel und phasenweise über die Spanne von drei Jahren. Die Figuren und der Plot erwachten im Prozess zu Leben – ohne den Plan eines klassischen Drehbuchs oder einer starren Dramaturgie.

Wohin diese eigenwillige Reise führen sollte, wussten weder die Schauspieler noch die Filmemacher. Was für eine normale Filmproduktion unmöglich gewesen wäre, durfte dieser Low-Budget-Film zulassen: Leben und Fantasie wuchsen und verflochten sich in seltsamster und schönster Weise zu diesem Zürcher Film Noir unserer Zeit.

Strangers_01